Lesemonat Dezember 2021

Der Dezember war für mich gefühlt in einem Augenzwinkern vorüber. Am meisten „gelesen“ habe ich daher auf Arbeit – in Form von Audiobooks. Auch während der Feiertage und vor dem Jahresabschluss war leider sehr wenig Zeit zum Lesen, da ich viel mit meiner Familie unterwegs war. Manchmal ist das auch viel wichtiger als Lesezeit.

Damit geht mein erstes Jahresrückblick zu Ende und auch ein wundervolles Bloggerjahr. Ich hoffe, im Januar findet sich ein wenig mehr Zeit zum Lesen, obwohl dann schon wieder neue Abgabefristen für die Uni und Prüfungsvorbereitungen anstehen. Es wird ein Balanceakt.

Lesemonat Dezember 2021 (ohne Audiobooks)

Romane

  1. Giulia Becker – Das Leben ist eins der härtesten (Hörbuch)

Das Buch stand schon auf meiner Want-To-Read-Liste, bevor ich die unglaublich humorvolle Giulia Becker über eine Empfehlung im Drinnies-Podcast kennenlernte. Es ist für das Buch sicherlich nochmal ein i-Tüpfelchen, wenn man ihre Art (zu sprechen) vorab schon mag, kennt und sie als Person großartig findet.

In ihrem Debütroman geht es im Leben der Hauptcharaktere Silke und Willy-Martin drunter und drüber. Sie bewegen sich zwischen dem Normalo-Leben und den absurdesten Situationen und Begegnungen auf so sympathische und lustige Weise durch den Roman, dass ich gar nicht anders konnte als immer wieder laut aufzulachen.

Das Leben ist eins der härtesten hat mich zum Lachen gebracht und sehr gut unterhalten. Die Story bewegt sich auf absurden und menschlichen Pfaden, in denen man immer mal gewinnt, mal verliert und in die Aufs und Abs anderer Menschen mit hineingesogen wird. Wer zwischen durch gerne mal wieder Lachen möchte und genug von ernsten Sachbüchern und Corona-Zahlen hat, dem kann ich dieses Buch – am besten vielleicht sogar als Hörbuch (gelesen von Lisa Hrdina) – wärmstens empfehlen.
4/5*

Gehört über Spotify
  1. Anika Landsteiner – So wie du mich kennst (Hörbuch)

Für mich eines der Jahreshighlights 2021. Obwohl ich gegenüber Familienromanen und Geschwistergeschichten immer etwas skeptisch bin, vor allem wenn sie hochgelobt auf Social Media kursieren, habe ich mich an das Hörbuch von So wie du mich kennst herangewagt und wurde im Positiven überrascht.

Zur vollständigen Rezension gelangst du über diesen Link.

5/5*

Gehört über Spotify
  1. Yoko Ogawa – Die Insel der verlorenen Erinnerungen (Bibliothek)

Viel zu lange lag das Buch, ausgeliehen aus der Bibliothek, auf meinem Lesestapel und ist immer wieder nach weiter unten gerutscht. Durch die liebe Clara habe ich mich nun endlich aufgerafft, und das Buch wirklich gelesen. Obwohl mir die Idee spannend erschien und durchaus einige interessante Gedankengänge im Roman aufblitzen, ist mir das Konzept der Insel der verlorenen Erinnerungen nicht unbedingt schlüssig. Irgendwas stört mich, irgendetwas weigert sich in mir, der Logik folgen zu können. Für eine ausführlichere Rezension muss ich mir noch ein wenig Gedanken über den Roman von Yoko Ogawa machen. Aber erstmal kann ich keine Leseempfehlung aussprechen.
(noch keine Bewertung)

Sachbuch

  1. Judith N. Shklar – Über Ungerechtigkeit (Rezensionsexemplar)

Dieses philosophische Buch über Ungerechtigkeit durfte ich gemeinsam mit der großartigen Sandra von Literarische Abenteuer lesen. Matthes & Seitz hatte uns das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich bin froh es gemeinsam mit ihr Lesen zu können. Denn erst unser gemeinsame Austausch über die Struktur und den Inhalt von Über Ungerechtigkeit hat mich dazu gebracht, es am Stück zu lesen und dran zu bleiben. Eine ausführliche Rezension folgt in den nächsten Wochen. Wer vorab neugierig geworden ist, kann gerne bei Sandra Falke vorbeischauen und sich ihre Rezension durchlesen.
2/5*

  1. I. Balint, J. Dathe, K. Schadt, Ch. Wenzel – Brotjobs&Literatur (Rezensionsexemplar)

Dazu folgt ebenfalls in den nächsten Wochen eine ausführliche Rezension.
Klappentext:

„Autor:innen haben meist Brotjobs, sprechen aber selten darüber. Selbst sie gehen oft davon aus, dass bei preisgekrönten Kolleg:innen das literarische Schaffen die tragende Einnahmequelle ist. Wie unter teils prekären Bedingungen Literatur geschrieben wird, wie sich die Arbeitssituation auf Autor:innen und ihre Werke auswirkt, welche Wechselwirkungen von Brot berufen und literarischem Arbeiten es geben kann – davon erzählen hier die Texte von Philipp Böhm, Crauss, Dominik Dombrowski, Özlem Özgül Dündar, Dinçer Güçyeter, Johanna Hansen, Adrian Kasnitz, Ulrich Koch, Thorsten Krämer, Stan Lafleur, Isabelle Lehn, Swantje Lichtenstein, Daniela Seel, Norbert Scheuer, Kathrin Schmidt, Sabine Scho, Janna Steenfatt, Michael Schweßinger, Karosh Taha und Juliane Ziese.“

Meine Ausgaben

3 Yoko Ogawa (1994): Die Insel der verlorenen Erinnerungen. Liebeskind Verlag 2020. Übersetzt aus dem Japanischen von Sabine Mangold. ISBN 978-3-95438-122-7
4 Judith N. Shklar (1990): Über Ungerechtigkeit. Erkundungen zu einem moralischen Gefühl. Matthes&Seitz 2021. Erste Auflage Berlin 2021. Übersetzt aus dem Englischen von Christina Goldmann und Hannes Bajohr. ISBN 978-3-7518-0338-0
5 Iudtiha Balint, Julia Dathe, Kathrin Schadt, Christoph Wenzel (Hg.): Brotjobs&Literatur. Verbrecher Verlag 2021. ISBN 978-3-95732-498-6

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